Kochen und Backen mit CBD

Am von Paul Purgina

Kochen und Backen mit CBD

Haftungssauschuss: Unsere Blüten werden als „Aromablüten“ verkauft und sind nicht zur Einnahme vorgesehen. Jegliche Verwertung ist untersagt und erfolgt auf eigene Gefahr.

Wie lassen sich Cannabinoide verkochen?

In unserem heutigen Blogeintrag wollen wir uns nicht mit Wirkmechanismen von CBD oder anderen Cannabinoiden beschäftigen sondern unseren Blick auf eine handwerkliche Tätigkeit richten: Das Kochen mit CBD. Wie immer gibt es am Artikelende eine Kompaktzusammenfassung nachzulesen.

Was auf den ersten Blick trivial klingt, ist es bei genauerer Betrachtungsweise nicht unbedingt. Denn es reicht nicht einfach aus, ein normales Gericht zu kochen und diesem CBD beizumengen. Es ist erst notwendig, das CBD vorzubereiten, damit der Wirkstoff auch von unserem Körper aufgenommen werden kann. Wie das ganze genau funktioniert sehen wir uns jetzt an.

Schritt 1 - Das Ausgangsmaterial vorbereiten

Möchte man CBD verkochen benötigt es als erstes eine CBD-Quelle, also ein Produkt, eine Ware, ein Rohstoff, der CBD enthält. Für gewöhnlich werden hierfür Blüten und Harze verwendet, also das Urmaterial der Pflanze.

In einem ersten Schritt ist es daher notwendig, die entsprechende Menge an Blütenmaterial zu bestimmen – wieviel Wirkstoff möchte ich zu mir nehmen?

Hierfür sollte man als erstes ausrechnen, wieviel Wirkstoffgehalt die verwendeten Blüten enthalten. So enthalten beispielsweise 1g CBD-Blüten mit einem CBD-Gehalt von 5% insgesamt einen Wirkstoffanteil von 50mg CBD (1g=1000mg, 5% von 1000mg sind 50mg).
Möchte man hinsichtlich des enthaltenen Wirkstoffgehaltes ganz sicher gehen, sollte man im Geschäft seines Vertrauens nach einem Laborbericht fragen, für gewöhnlich sollte jeder seriöse Handel einen solchen auf Anfrage auch vorweisen.
Nun gilt es natürlich auch die gewünschte Dosierung zu bestimmen. Je Portion lässt sich ein ungefährer Wirkstoffgehalt von 20-40mg CBD anstreben, wobei in manchen Fällen auch eine höhere Dosierung sinnvoll sein kann.

Hat man nun die zu verkochende Menge Cannabisblüten bestimmt, ist es notwendig, den Wirkstoff aus der Blüte zu „lösen“, damit er vom Körper aufgenommen werden kann. Da CBD sowohl alkohol- als auch fettlöslich ist, gibt es hierfür mehrere Methoden, für das Kochen und Backen widmen wir uns aber der Zubereitung mit Fett.

Schritt 2 - Die Blüten im Fett lösen

Als nächstes sollte man das Fett, in dem man die Blüten lösen möchte, vorbereiten. Für gewöhnlich verwendet man hierzu Butter (oder Margarine), grundsätzlich ist aber jedes Fett möglich.
Als Erstes ist es notwendig die richtige Fettmenge zu bestimmen: Welche Speisenmenge möchte ich kochen/backen und wieviel Fett ist dafür sinnvoll?
Damit die einzelnen Backwaren nicht zu niedrig dosiert sind, bietet sich folgende Faustformel an: Jedes Gramm CBD-Blüten sollte in ungefähr 20g Fett gelöst werden, wobei dies natürlich der individuellen Vorliebe überlassen bleibt und auch vom Wirkstoffgehalt der jeweiligen Blüten abhängt.

Habe ich nun die zu verkochende Fettmenge und den zu verkochenden Blütengehalt bestimmt, müssen die Blüten nun im Fett gelöst werden.
Hierfür ist es notwendig das Fett zu erhitzen. Da CBD einen Siedepunkt von rund 160º Celsius aufweist, ist es wichtig, die Pfanne und das Fett nicht zu stark zu erhitzen. Eine sehr beliebte Methode hierfür ist das „Wasserbad“: Ein großer Topf wird mit Wasser gefüllt, dieses zum Kochen gebracht, und danach ein kleinerer Topf in den großen Topf gelegt. In dem kleineren Topf kann man nun die Hanfbutter zubereiten.
Je nach Temperatur benötigt dieser Vorgang unterschiedlich lang, man sollte die Butter aber doch rund 1 Stunde im Wasserbad köcheln lassen. Durch höhere Hitze lässt sich dieser Vorgang verkürzen, gleichzeitig wird aber auch die Gefahr des Wirkstoffverlustes erhöht.

Schritt 3 (optional) - Das Abseihen

Hat man die Butter nun lange genug köcheln lassen und das CBD in ihr gelöst, kann man sich an das Abseihen machen. Dieser Schritt ist optional, da er nur Auswirkungen auf das Geschmacksempfinden, nicht aber die Wirkung hat.

Beim Abseihen werden die in der Butter verkochten Blütenreste von der Butter getrennt. Grundsätzlich eignet sich jedes entsprechend feinmaschige Sieb für diesen Prozess, wir haben aber auch gute Erfahrungen mit selbst befüllbaren Teebeuteln gemacht.

Wer kein Problem damit hat, kleine Blütenreste mitzuessen, kann auf das Abseihen verzichten. Die Gerichte werden dann etwas würziger im Geschmack.

Schritt 4 - Das Kochen und Backen

Hat man nun das Ausgangsmaterial – die CBD-Butter – hergestellt, kann man sich nun an das Kochen und Backen wagen.
Hier kann man der eigenen Kreativität freien Lauf lassen: Solange das jeweilige Gericht mit Fett zubereitet wird, kann man es auch mit CBD-Butter (respektive CBD-Öl) kochen.

Wichtig ist auch hier die Temperatur beim Kochen im Auge zu behalten. Auch das gelöste CBD weist immer noch einen Siedepunkt von 160º Celsius auf, weswegen man auch hier im Idealfall weiterhin mit Hilfe des Wasserbades kochen sollte – oder das Backrohr nicht stärker als mit 140-150º Celsius erhitzen sollte.
Grundsätzlich lässt sich dieser Schritt auch mit fertigem CBD Öl aus dem Shop vollziehen, da dieses aber oft sehr hochkonzentriert ist, muss man sehr genau auf die Dosierung achten.

Da Hanfblüten einen würzig-nussigen Geschmack aufweisen, sollte man dies bei der Wahl des zu kochenden/zu backenden Gerichtes auch berücksichtigen.
Schmackhafte Backwaren mit Hanfbutter sind unserer Ansicht nach Brownies, Muffins und Kekse. Insbesondere wenn mit dunkler (edelbitter) Schokolade gebacken wird, harmoniert dies sehr gut mit dem Geschmack von Hanfbutter.
Schmackhafte Speisen mit Hanfbutter sollten dementsprechend eine – auch abseits der Hanfbutter – leicht nussige Note aufweisen. So passt Hanfbutter gut zu Nudelgerichten mit pesto genovese oder zur nordafrikanischen und indischen Küche.

Wer sich tiefer mit der Materie befassen möchte, dem möchten wir Cannabidiol. CBD. Ein cannabishaltiges Kompendium ans Herz legen:.
Es enthält nicht nur zahlreiche nützliche Information zu CBD und dessen Wirkweise, der zweite Teil des Buches behandelt auch das Kochen mit Cannabis und enthält viele hervorragende Rezeptideen.

Kochen mit CBD kompakt.

Schritt 1 - Vorbereitung: Blütenmenge bestimmen – Wirkstoffgehalt berechnen (1g=1000mg; 1g CBD-Blüten mit 5% Wirkstoffgehalt enthalten also 50mg CBD).

Schritt 2 - Blüten im Fett lösen: Fett im Wasserbad (großen Topf mit Wasser füllen und zum Kochen bringen, in diesen Topf einen kleineren Topf stellen, in welchem das Fett erhitzt wird) erhitzen, Blüten hinzugeben und ca. 1 Stunde köcheln lassen. Wichtig: Wirkstoffverlust bei Temperaturen >150º Celsius.

Schritt 3 - Abseihen (optional): Die Blütenreste von der Butter trennen. Entweder durch ein Sieb oder einen Teebeutel

Schritt 4 – Kochen: Speise der eigenen Wahl auswählen und mit der CBD-Butter (dem CBD-Öl) zubereiten. Bei der Speisewahl den würzig-nussigen Geschmack der Butter berücksichtigen. Wichtig: Auch hier – Wirkstoffverlust bei Temperaturen ab 150º Celsius.